Vleeskuikens op droog houtkrullenstrooisel in een schemering verlichte pluimveestal met gefilterd daglicht.

Was passiert mit infizierten Tieren bei Vogelgrippe?

Bei einem Vogelgrippeausbruch werden infizierte Tiere in den Niederlanden fast immer gekeult. Das ist eine gesetzliche Pflicht, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Nach der Keulung folgt ein intensives Reinigungs- und Desinfektionsprotokoll, bevor ein Betrieb wieder in Betrieb genommen werden darf. Wie schnell und wie einschneidend dieser Prozess verläuft, hängt vom Virustyp und vom Ausmaß des Ausbruchs ab.

Vogelgrippe gehört für viele Geflügelhalter zu den am meisten gefürchteten Krankheiten. Nicht nur wegen der unmittelbaren Auswirkungen auf die Tiere, sondern auch wegen der Folgen für den eigenen Betrieb, die Nachbarn und die gesamte Region. In diesem Artikel erklären wir Schritt für Schritt, was mit infizierten Tieren bei Vogelgrippe passiert, wie die Bekämpfung funktioniert und was man selbst tun kann, um einen Ausbruch zu verhindern.

Was ist Vogelgrippe und wie werden Tiere infiziert?

Vogelgrippe, auch aviäre Influenza (AI) genannt, ist eine ansteckende Viruserkrankung, die bei Geflügel vorkommt. Das Virus wird durch Influenza-A-Viren verursacht und tritt in zwei Hauptformen auf: niedrigpathogene aviäre Influenza (LPAI) und hochpathogene aviäre Influenza (HPAI). Letztere ist die gefährlichste Variante und verursacht eine hohe Sterblichkeit beim Geflügel.

Die Übertragung erfolgt hauptsächlich über direkten Kontakt mit Wildvögeln oder deren Ausscheidungen. Zugvögel, insbesondere wilde Wasservögel, sind ein bekanntes Reservoir des Virus. Eine indirekte Übertragung über kontaminiertes Material, Fahrzeuge, Kleidung oder Personen, die von Betrieb zu Betrieb gehen, ist ebenfalls ein realer Übertragungsweg. Das macht gute Biosicherheit so wichtig, besonders in den Zeiträumen, in denen Zugvögel durch die Niederlande ziehen.

Welche Symptome zeigen infizierte Tiere bei Vogelgrippe?

Infizierte Hühner zeigen bei Vogelgrippe häufig eine Kombination aus plötzlichen Todesfällen, schweren Atemproblemen, Schwellungen von Kamm und Kehllappen sowie einer Blaufärbung von Kamm, Kehllappen und Beinen. Bei der hochpathogenen Variante können Tiere innerhalb von 24 bis 48 Stunden sterben, manchmal ohne dass zuvor deutliche Krankheitszeichen sichtbar waren.

Bei der niedrigpathogenen Variante sind die Symptome milder und ähneln manchmal anderen Atemwegserkrankungen. Man beobachtet dann eine verminderte Futter- und Wasseraufnahme, einen Rückgang der Legeleistung bei Legehennen sowie leichte Atemprobleme. Gerade weil die Symptome anderen Krankheitsbildern ähneln können, ist eine frühzeitige Erkennung so wichtig. Wenn Sie Zweifel haben, nehmen Sie sofort Kontakt mit Ihrem Tierarzt auf. Als unabhängige Geflügelpraxis sind wir rund um die Uhr erreichbar, damit Sie nie warten müssen, wenn etwas nicht stimmt.

Was passiert unmittelbar nach einem Vogelgrippe-Verdacht auf einem Betrieb?

Bei einem Verdacht auf Vogelgrippe in einem Geflügelbetrieb sind Sie als Halter verpflichtet, dies unverzüglich bei der niederländischen Lebensmittel- und Verbrauchsgüterbehörde (NVWA) zu melden. Die NVWA schickt daraufhin einen amtlichen Tierarzt auf den Betrieb, um Proben zu nehmen und die Situation zu beurteilen. Bis das Ergebnis bekannt ist, gilt ein Transportverbot für den Betrieb.

Während der Wartezeit auf das Ergebnis darf nichts den Betrieb verlassen: keine Tiere, keine Eier, kein Mist und keine Materialien. Die NVWA richtet außerdem ein Überwachungsgebiet rund um den verdächtigen Betrieb ein. Andere Betriebe in diesem Gebiet sind zusätzlichen Kontrollen und Einschränkungen unterworfen. All dies hat das Ziel, die Ausbreitung des Virus so schnell wie möglich einzudämmen. Beim Gesundheitszentrum für Geflügel verfolgen wir solche Ausbrüche aktiv und informieren unsere Kunden sofort, wenn es in der Region einen Verdachtsfall gibt.

Werden infizierte Tiere bei Vogelgrippe immer gekeult?

Bei hochpathogener Vogelgrippe (HPAI) werden infizierte Tiere in den Niederlanden immer gekeult. Dies ist auf Basis europäischer Vorschriften gesetzlich vorgeschrieben und hat das Ziel, eine weitere Ausbreitung des Virus zu stoppen. Für infizierte Tiere steht keine Behandlung zur Verfügung. Bei niedrigpathogener Vogelgrippe (LPAI) kann je nach Virustyp und Risikobewertung manchmal ein anderer Ansatz gewählt werden.

Die Keulung wird von einem zugelassenen Unternehmen unter Aufsicht der NVWA durchgeführt. Nach der Keulung werden die Tiere durch Vergasung mit CO2 oder einer anderen zugelassenen Methode vernichtet. Es ist ein einschneidender Prozess, und wir verstehen, dass er für Geflügelhalter ein enormer Schlag ist. Dennoch ist eine schnelle Keulung der einzige Weg, um zu verhindern, dass sich der Ausbruch auf andere Betriebe in der Umgebung ausweitet. Bei der Vogelgrippebekämpfung gilt lediglich ein Schutzgebiet von 3 km und ein Überwachungsgebiet von 10 km rund um positiv getestete Betriebe. Präventive Keulungen werden nicht mehr durchgeführt. Lesen Sie mehr über unseren Ansatz zur Krankheitsüberwachung und Betriebsbegleitung, um zu sehen, wie wir Geflügelhalter dabei unterstützen, solche Situationen zu vermeiden.

Wie wird ein infizierter Betrieb nach einem Vogelgrippeausbruch desinfiziert?

Nach der Keulung folgt ein vorgeschriebenes Reinigungs- und Desinfektionsprotokoll, bevor der Betrieb wieder in Betrieb genommen werden darf. Dieses Protokoll besteht aus mehreren Schritten und steht unter der Aufsicht der NVWA. Erst wenn alle Schritte abgeschlossen sind und die NVWA grünes Licht gibt, darf ein Betrieb wieder Tiere einstallen.

Das Protokoll sieht in groben Zügen wie folgt aus:

  1. Entfernung von Kadavern und Mist unter strenger Aufsicht
  2. Grobreinigung des Stalls einschließlich aller Geräte und Materialien
  3. Desinfektion mit zugelassenen Mitteln, die wirksam gegen das Influenzavirus sind
  4. Trocknen und Lüften des Stalls über einen vorgeschriebenen Zeitraum
  5. Amtliche Freigabe durch die NVWA im Rahmen einer Abschlussprüfung

Die gesamte Durchlaufzeit von der Keulung bis zur Wiederinbetriebnahme kann je nach Schwere des Ausbruchs und der regionalen Situation Wochen bis Monate dauern. Das macht die Vogelgrippebekämpfung nicht nur zu einer tiergesundheitlichen Herausforderung, sondern auch zu einer erheblichen betriebswirtschaftlichen Belastung.

Wie verhindert man eine Vogelgrippeinfektion im Geflügelbetrieb?

Der beste Schutz gegen Vogelgrippe ist ein robustes Biosicherheitsprogramm, das den Eintrag des Virus verhindert. Das bedeutet: Wildvögel fernhalten, Besucherprotokolle einhalten, Materialien und Fahrzeuge reinigen und desinfizieren sowie strenger kontrollieren, wer den Stall betreten darf.

Konkrete Maßnahmen zur Risikominimierung:

  • Stalltüren und Lüftungsöffnungen abdichten, um Wildvögel fernzuhalten
  • Obligatorische Hygieneschleuse für Besucher, einschließlich sauberer Betriebskleidung und Stiefeln
  • Futter und Wasser im Innenbereich halten, damit keine Wildvögel angelockt werden
  • Die Anzahl der Besucher begrenzen und ein Logbuch führen, wer sich auf dem Betrieb aufgehalten hat
  • Tote Wildvögel melden bei der NVWA, besonders in Risikoperioden
  • Frühzeitige Erkennung durch regelmäßige Überwachung von Verhalten sowie Futter- und Wasseraufnahme

Prävention beginnt mit Bewusstsein und einer festen Routine. Je besser die Biosicherheit aufgestellt ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Virus den Betrieb erreicht.

Wie das Gesundheitszentrum für Geflügel bei der Vogelgrippeprävention und Ausbruchsbegleitung hilft

Wir begleiten Hähnchenmastbetriebe in Nordniederland und Deutschland mit dem Ziel, Ausbrüche zu verhindern und, wenn es dennoch dazu kommt, so schnell wie möglich zu handeln. Die frühzeitige Erkennung unerwünschter Entwicklungen ist ein fester Bestandteil unserer Begleitung. Jeder Kunde hat einen festen Tierarzt, der den Betrieb kennt und direkt erreichbar ist, auch außerhalb der Bürozeiten.

Was wir für Sie bei Vogelgrippe und Prävention tun können:

  • Regelmäßige Überwachung und frühzeitige Erkennung von Krankheitssymptomen
  • Maßgeschneiderte Beratung zur Biosicherheit für Ihre betriebliche Situation
  • Laboruntersuchungen für eine schnelle Diagnose bei Verdacht
  • Begleitung beim Reinigungs- und Desinfektionsprotokoll nach einem Ausbruch
  • Unterstützung bei der Kommunikation mit der NVWA und Kettenpartnern

Möchten Sie wissen, wie wir Ihrem Betrieb helfen können, der Vogelgrippe einen Schritt voraus zu sein? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf oder lesen Sie mehr über wer wir sind und wie wir arbeiten.

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