Vleeskuiken staand op gouden houtkrullen in een schemering verlichte pluimveestal, met een warme lichtstraal door een zijraam.

Warum werden Hühner bei Vogelgrippe getötet?

Hühner werden bei Vogelgrippe getötet, weil sich das Virus rasend schnell verbreitet und es keine wirksame Behandlung für infizierte Tiere gibt. Die Keulung verhindert, dass sich das Virus auf andere Betriebe ausbreitet, und verringert das Risiko eines größeren Ausbruchs. Das klingt hart, ist aber die einzige Möglichkeit, den Schaden für die gesamte Branche zu begrenzen. In diesem Artikel erklären wir, wie Vogelgrippe funktioniert, woran man sie erkennt und was man tun kann, um den eigenen Betrieb zu schützen.

Was ist der Unterschied zwischen niedrigpathogener und hochpathogener Vogelgrippe?

Vogelgrippe tritt in zwei Formen auf: niedrigpathogene Vogelgrippe (LPAI) und hochpathogene Vogelgrippe (HPAI). Der wesentliche Unterschied liegt im Schweregrad der Erkrankung. LPAI verursacht milde Symptome wie einen leichten Rückgang der Leistung oder Atemwegsprobleme. HPAI hingegen führt zu schwerer Erkrankung mit hoher Sterblichkeit – manchmal bis zu 100 % der Herde innerhalb weniger Tage.

Die am meisten gefürchtete Variante ist H5N1, ein hochpathogener Stamm, der seit Jahren bei Wildvögeln und Geflügel in Europa zirkuliert. Wenn dieses Virus einen Geflügelstall erreicht, geht es schnell. Gerade weil keine Behandlung möglich ist und die Sterblichkeit so hoch ist, schreibt das Gesetz vor, dass infizierte Herden gekeult werden. Das gilt auch für Betriebe in einer Schutzzone von 3 km rund um einen positiv getesteten Standort. Betriebe im Überwachungsgebiet von 10 km werden intensiv überwacht.

Woran erkennt man Vogelgrippe bei Masthähnchen?

Die ersten Anzeichen einer Vogelgrippe sind nicht immer sofort eindeutig, aber es gibt eine Reihe von Symptomen, auf die man achten sollte. Typische Merkmale der hochpathogenen Vogelgrippe sind: plötzliche Todesfälle, Schwellung von Kamm und Kehllappen, Blaufärbung von Kamm, Kehllappen und Beinen sowie schwere Atemwegsprobleme. Bei niedrigpathogenen Varianten sind die Symptome milder und ähneln manchmal einer gewöhnlichen Atemwegsinfektion.

Weitere Anzeichen, die auf eine Infektion hinweisen können:

  • Starker Rückgang der Futter- und Wasseraufnahme
  • Verminderte Aktivität und Apathie in der Herde
  • Plötzlicher Anstieg der Verluste ohne erkennbare andere Ursache
  • Neurologische Symptome wie Drehen oder Zittern

Das Schwierige ist, dass Vogelgrippe im Anfangsstadium anderen Erkrankungen wie der Newcastle-Krankheit oder infektiöser Bronchitis ähneln kann. Haben Sie Zweifel? Warten Sie nicht ab. Als unabhängige Geflügelpraxis sind wir rund um die Uhr erreichbar, und die Früherkennung von Krankheiten ist fester Bestandteil unserer Betreuung. Je früher wir einbezogen werden, desto größer die Chance, schnell Klarheit über das Geschehen zu bekommen.

Wie verbreitet sich Vogelgrippe von Betrieb zu Betrieb?

Vogelgrippe verbreitet sich hauptsächlich durch direkten oder indirekten Kontakt mit infiziertem Geflügel oder kontaminierten Materialien. Die wichtigsten Übertragungswege sind Wildvögel, kontaminierte Einstreu oder Mist sowie Personen oder Ausrüstung, die von einem Betrieb zum anderen gelangen.

Wildwasservögel wie Gänse und Enten sind die wichtigsten natürlichen Träger des Virus. Sie erkranken häufig selbst nicht, scheiden das Virus jedoch über ihren Kot aus. Sobald dieser Kot in die Nähe eines Stalls gelangt – durch Wind, Schuhe, Fahrzeuge oder Werkzeug – kann das Virus in den Stall eindringen.

Weitere Risikofaktoren für die Verbreitung zwischen Betrieben:

  • Besucher, die mehrere Betriebe an einem Tag aufsuchen, ohne angemessene Hygieneprotokolle einzuhalten
  • Gemeinsam genutzte Ausrüstung wie Ladeboxen, Fahrzeuge oder Werkzeug
  • Schädlinge und Insekten, die sich zwischen Ställen bewegen
  • Zufuhr von Tieren oder Einstreu von einem infizierten Betrieb

Wir sind in vielen Betrieben in Norddeutschland und den Niederlanden tätig und erkennen dadurch unerwünschte Entwicklungen schnell. Dieser breite Blick hilft uns, Risiken zu erkennen, bevor sie zu einem Problem werden.

Was kann man tun, um Vogelgrippe zu verhindern?

Vogelgrippe lässt sich nicht vollständig verhindern, aber mit einem strikten Biosicherheitsprotokoll kann das Infektionsrisiko erheblich gesenkt werden. Der Kern der Vogelgrippeprävention besteht darin, den Kontakt zwischen der Herde und potenziellen Virusquellen – insbesondere Wildvögeln und kontaminiertem Material – zu verhindern.

Praktische Maßnahmen, die ergriffen werden können:

  • Stallzugang einschränken: Nur notwendige Besucher zulassen und eine Hygieneschleuse mit sauberer Betriebskleidung und -schuhen einrichten
  • Wildvögel fernhalten: Öffnungen im Stall abdichten und sicherstellen, dass Futter und Wasser für Wildtiere nicht zugänglich sind
  • Fahrzeuge und Ausrüstung reinigen und desinfizieren, bevor sie das Betriebsgelände betreten
  • Die offizielle Stallpflicht einhalten, wenn die Behörden diese bei erhöhtem Risiko anordnen
  • Die Herde täglich überwachen auf Auffälligkeiten im Verhalten, bei der Futter- und Wasseraufnahme sowie bei den Verlusten

Masthähnchen werden nicht gegen Vogelgrippe geimpft. Die Impfung im Geflügelsektor ist Legehennen und anderem Geflügel mit längerer Lebensdauer vorbehalten. Bei Masthähnchen liegt der Fokus daher vollständig auf der Prävention durch Management und Biosicherheit.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie wir Betriebe im Bereich Gesundheit und Prävention begleiten? Auf unserer Seite zur Betriebsbetreuung erfahren Sie, wie wir das in der Praxis umsetzen.

Was tun, wenn man Vogelgrippe im eigenen Betrieb vermutet?

Wenn Sie Vogelgrippe vermuten, ist schnelles Handeln wichtig. Nehmen Sie sofort Kontakt mit Ihrem Tierarzt auf und melden Sie den Verdacht bei der zuständigen Behörde. Blockieren Sie in der Zwischenzeit alle Zu- und Abgänge von Tieren, Mist und Ausrüstung und beschränken Sie den Zugang zum Stall auf das absolute Minimum.

Die Schritte, die bei einem Verdacht zu unternehmen sind:

  1. Rufen Sie sofort Ihren Tierarzt an, auch außerhalb der Geschäftszeiten
  2. Melden Sie den Verdacht bei der zuständigen Behörde über die Meldestelle für anzeigepflichtige Tierseuchen
  3. Stoppen Sie alle Tier- und Materialbewegungen auf dem Betrieb
  4. Stellen Sie sicher, dass Mitarbeiter und Besucher den Betrieb nicht ohne Rücksprache verlassen
  5. Warten Sie auf Anweisungen der Behörde und Ihres Tierarztes

Nach einer Meldung übernimmt die zuständige Behörde die Federführung bei der Bekämpfung. Der Tiergesundheitsdienst unterstützt Tierärzte und Tierhalter mit Diagnostik und Beratung. Das zuständige Referenzlabor analysiert die Proben und veröffentlicht die Ergebnisse. Ihre Aufgabe ist es, möglichst wenig Bewegung auf dem Betrieb zuzulassen und so transparent wie möglich über Ihre Beobachtungen zu berichten.

Wie das Gezondheidscentrum voor Pluimvee bei der Vogelgrippeprävention und Früherkennung hilft

Beim Gezondheidscentrum voor Pluimvee begleiten wir Masthähnchenbetriebe in Nordniedersachsen und Deutschland mit dem Ziel, gesunde Herden zu erhalten und Überraschungen so weit wie möglich zu vermeiden. Im Hinblick auf Vogelgrippe bedeutet das konkret:

  • Feste Betreuung durch einen persönlichen Tierarzt, der Ihren Betrieb kennt und rund um die Uhr erreichbar ist
  • Früherkennung von Auffälligkeiten in Gesundheit, Verhalten und technischen Ergebnissen als fester Bestandteil unserer Betreuung
  • Praxisorientierte Beratung zur Biosicherheit, maßgeschneidert auf Ihre Betriebssituation
  • Laboruntersuchungen für eine schnelle Diagnostik bei verdächtigen Situationen
  • Direkte Erreichbarkeit bei Vogelgrippeverdacht, ohne Wartezeiten oder zentrale Planung

Möchten Sie wissen, wie wir Ihren Betrieb unterstützen können? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf oder lesen Sie mehr darüber, wer wir sind und wie wir arbeiten.

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